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Deutsch-Rumänische Konferenz 2011

Deutsch-Rumänischen Konferenz - „Deutschland und Rumänien – Partner in Europa"

Berlin, 10. November 2011

Der rumänische Staatspräsident Traian Băsescu stattete Deutschland am 10. November einen offiziellen Besuch auf Einladung von Bundespräsident Christian Wulff ab. Während seines Besuchs führte der rumänische Staatspräsident offizielle Gespräche mit Bundespräsident Wulff und Bundeskanzlerin Merkel. Er nahm zudem an einer Wirtschaftskonferenz zum Thema „Deutschland und Rumänien - Partner in Europa" teil. Peter Richter von Akrademus GmbH, vertrat den Deutschen Wirtschaftsclubs Moldova auf dieser Konferenz in der Funktion des Club-Botschafters.

Im Zuge der Globalisierung richten immer mehr Unternehmen ihre Tätigkeit auf die internationalen Märkte aus. Die Entwicklungsperspektiven des 21. Jahrhundert sind für deutsche und andere ausländische Unternehmen eine große Chance.

Im folgendem sein Bericht über die Veranstaltung:

Die politischen Beziehungen zwischen Deutschland und Rumänien sind sehr gut. Sie finden ihre Grundlage im Freundschaftsvertrag von 1992. Bei der Vorbereitung auf den EU-Beitritt und der Integration Rumäniens in die EU hat Deutschland umfangreiche Unterstützung geleistet. Rumänien ist seit dem 1. Januar 2007 Mitglied der EU und somit Teil des europäischen Binnenmarktes. Ausländische Investoren wollen vorrangig den rumänischen Binnenmarkt mit seinem großen Wachstumspotenzial erschließen. Schwerpunkte bilden hier die Kfz.-Zulieferindustrie, die Nahrungsmittelverarbeitung, der IT-Bereich, der Bausektor mit dem Großmarkt „Grüne Energien", der Soziale Bereich sowie die nichtärztlichen Heilberufe.

Zunehmend arbeiten beide Länder auch im Rahmen regionaler Initiativen wie der Donaukooperation zusammen. Die bilateralen Handelsbeziehungen haben sich in den letzten Jahren dynamisch entwickelt. Deutschland ist wichtigster Handelspartner Rumäniens, eines aufstrebenden Marktes mit 21,5 Mio. Einwohnern, die in 41 Kreisen und der Hauptstadt Bukarest leben. Rund 20% aller Arbeitskräfte Rumäniens sind in der Industrie beschäftigt

Nach Jahren schnell wachsender ausländischer Direktinvestitionen in Rumänien hat sich das Investitionsvolumen krisenbedingt reduziert und noch nicht auf Vorkrisenniveau erholt. Dennoch nimmt Deutschland auch bei den Direktinvestitionen einen führenden Platz ein. Neben großen Konzernen gibt es bereits eine Vielzahl mittelständischer Unternehmen, die in Rumänien Nischen gefunden haben. Da auch ein Großteil der rumänischen Arbeitnehmer von Klein- und mittelständischen Unternehmen beschäftigt wird, bieten sich deutschen Firmen und anderen Investoren vielfältige Kooperationsmöglichkeiten.

Wege und Möglichkeiten, die Kooperationen und Wirtschaftsbeziehungen zwischen Unternehmen aus Deutschland und Rumänien zu intensivieren, zeigte die Deutsch-Rumänische Konferenz am 10. November 2011 in Berlin auf. Eine der größten Herausforderungen bildet dabei das Bildungssystem. Der Ausbildungsbedarf ist enorm.Die Grundschule dauert 8 Jahre und die meisten Grundschulen sind staatlich. Weniger als 2% der Grundschüler besuchen Privatschulen. Duale Ausbildung, die theoretisches Wissen und praktische Fähigkeiten und Fertigkeiten eng verknüpft, gibt es nicht bzw. nur in zarten Ansätzen.

Sowohl der Außenminister Deutschlands, Guido Westerwelle, als auch Rumäniens Staatspräsident, Traian Băsescu, oder die Diskussionsteilnehmer Prof. Dr. Sorin Dimitriu (Vorsitzender der Handels- und Wirtschaftskammer Bukarest), Hans Dick (Geschäftsführung der Dräxlmaier Group) oder Albrecht Hornbach (Vorstandsvorsitzender der Hornbach Holding AG) zeigten dringenden Handlungsbedarf für eine praxisnahe Erstausbildung an.