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Erstes Mitgliedertreffen des Deutschen Wirtschaftsclub Moldau-DWCM

 

Am 27.05.2011 fand das erste Mitgliedertreffen des neu gegründeten „Deutschen Wirtschaftsclub Moldau-DWCM" im Messe- und Konferenzzentrum „Mircea Cancicov"in Bacau statt.

Die Stadtverwaltung vertreten durch den Bürgermeister Romeo Stavarache hatte die Mitglieder und Freunde des „Deutschen Wirtschaftsclub Moldau-DWCM" und des „Demokratischen Forum der Deutschen in Bacau-FDGBC" eingeladen, an der Eröffnung des Technologie- und Gründerzentrums teilzunehmen, zu welcher auch Frau Yesim Oruc, Repräsentantin des Entwicklungsprogrammes der Vereinten Nationen für Rumänien, gekommen war. Ebenfalls anwesend war der Kreisratsvorsitzende des Landkreises Bacau Dragos Benea.

 

1.VersammlungBeneaStavarache

 von links 1.Dragos Benea und 3. Romeo Stavarache

 

Im Rahmen dieser Veranstaltung wurde eine Partnerschaftserklärung zwischen den Vorständen des DWCM und des Demokratischen Forum der Deutschen in Bacau (DFDBC) - vertreten durch Herrn Mihai Todasca - abgeschlossen.

 1.VersammlungVorstand

Von links nach rechts: Andra Chelmus, Jürgen Przibylla, Ulrich Brunhuber, Mihai Todasca

 

Diese Einrichtung wurde in Partnerschaft zwischen der Stadt Bacau, dem Landkreis Bacau und der UNDP realisiert und stellt 24 innovativen Existenzgründern und kleinen technlogischen Unternehmen Büroraum, Möbel sowie Informations- und Kommunikationstechnologie drei Jahre kostenlos zur Verfügung.

Nach der offiziellen Eröffnungsfeier fand in einem Konferenzsaal dieser Einrichtung die erste Mitgliederversammlung des DWCM unter Teilnahme von Vertretern der öffentlichen Verwaltung und Politik statt.

 

1.VersammlungAlle Von links nach rechts: Andra Chelmus, Jürgen Przibylla, Ulrich Brunhuber, Teodor Pasat, Mihai Todasca, Mihaela Brunhuber

 

Der Vorstand des DWCM nahm die Gelegenheit war, um sich vorzustellen und erklärte, dass der DWCM auch deshalb ins Leben gerufen wurde, um zur Entwicklung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen den deutschsprachigen Regionen Europas und der Region Moldova aktiv beizutragen.

Dies machte auch der Vorstandsvorsitzende Ulrich Brunhuber in seiner Ansprache deutlich: „Der DWCM möchte nicht nur erster Kontakt, Sprachrohr und Interessenvertretung in der Moldau für Firmen und Investoren aus den deutschsprachigen Regionen sein, sondern auch aktiv regionale Unternehmungen bei Investitionen oder beim Markteintritt in den deutschsprachigen Regionen Europas unterstützen."

Herr Jürgen Przibylla, der stellvertretende Vorsandvorsitzende, machte auch darauf aufmerksam, dass der Wirtschaftsclub bilateral angelegt ist, was bedeutet, dass sich nicht nur deutschsprachige Firmen und Personen um eine Mitgliedschaft bewerben können, sondern auch Unternehmen, die sich durch die Ziele des DWCM repräsentiert sehen.

Der DWCM lädt insbesondere kleine und mittelgroße Unternehmen ein, sich anzuschließen, da gerade diese auf Tuchfühlung mit den realen rumänischen Wirtschaftsbedingungen sind.

Weitere wichtige Zielsetzungen des DWCM werden die Verknüpfung von Netzwerken und die Pflege eines konstruktiven Dialogs mit den Vertretern der Politik, der öffentlichen Verwaltung, der Forschung und Lehre sein. Das Netzwerk des DWCM begrenzt sich dabei nicht nur auf Mitgliedsunternehmen in der Region Moldova, sondern auch auf die Netzwerke der anderen deutschen Wirtschaftsclubs in Rumänien (Siebenbürgen, Banat).

Dadurch haben die Mitglieder des DWCM Zugriff auf ein beinahe flächendeckendes Netzwerk mit guten Kontakten zu den Entscheidern in Wirtschaft, Verwaltung und Politik in allen Regionen Rumäniens.

Einer der wichtigsten Beweggründe, den DWCM zu gründen, war die Tatsache, dass die Region Moldau in Rumänien bisher aufgrund Ihrer dezentralen Lage eher vernachlässigt war und deshalb weniger am Strukturwandel des Landes partizipieren konnte. Dagegen wurde von den Rednern als Stärke vorgebracht, dass die Lebenshaltungs- und Arbeitskosten in dieser Region geringer als in den entwickelten Regionen Rumäniens sind.

Außerdem ist die Region Moldau für potentielle Investoren aufgrund der immer noch hervorragenden Fördermöglichkeiten sehr attraktiv.

Nach vielen Gesprächen und Diskussionen auf Veranstaltungen im Netzwerk der deutschen Wirtschaftsclubs und der AHK (Deutsch-Rumänische Industrie- und Handelskammer) mit interessierten deutschen Investoren haben sich zwei Schwerpunktthemen für den DWCM abgezeichnet, die während der Eröffnungsveranstaltung vorgetragen wurden.

Demnach soll bei der Arbeit des Wirtschaftsclubs neben der Unterstützung, Vertretung und Vernetzung der Mitglieder ein besonderen Schwerpunkt auf die Bereiche Erneuerbare Energien, Entwicklung der Landwirtschaft sowie der beruflichen Fortbildung und Qualifizierung des örtlichen Arbeitskräftepotentials gelegt werden. Ziel sei die Förderung von Investitionen und die Schaffung von Arbeitsplätzen in dieser strukturschwachen Region. Hierbei möchte der DWCM als Brückenkopf und Sprungbrett für Investoren und Exporteure dienen und versuchen, an der Verbesserung des allgemeinen Geschäftsklimas mitzuarbeiten.

Der DWCM denkt dabei nicht nur an Schulungen, Seminaren und Konferenzen, sondern auch an Gewerbeschulen, die in Zusammenarbeit mit den zukünftigen Arbeitgebern gut ausgebildete Landwirte, Handwerker und Facharbeiter ausbilden.

Die Projektvorschläge des Vorstandes wurden anschließend eingehend diskutiert und Übereinkunft darüber erzielt, dass sich der DWCM akiv an Verbesserungen und Projektierungen in den angesprochenen Bereichen engagieren wird.

Im Schlußwort bedankte sich der Vorstand des DWCM nochmals persönlich bei Herrn Bürgermeister Stavarache für die Einladung zur Eröffnung des Technologie- und Gründerzentrums und die Bereitstellung der Räumlichkeiten für das erste Mitgliedertreffen. Der DWCM wünschte der Stadt Bacau und allen Beteiligten viel Erfolg beim Betreiben dieser Einrichtung und freute sich auf die angebotene Zusammenarbeit.

Der DWCM wird von nun an monatliche Mitgliederversammlungen an jedem letzten Donnerstag im Monat organisieren, in denen aktuelle Fragen aus den Bereichen Wirtschaft und Wirtschaftspolitik, Recht, Steuern und Zoll behandelt werden. Zu diesen Veranstaltungen werden Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und der Wirtschaft eingeladen.