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Vorstellung des Deutschen Wirtschaftsclub Moldova DWCM

 

Der Deutsche Wirtschaftsclub Moldova - DWCM wurde auch ins Leben gerufen, um zur Entwicklung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen den deutschsprachigen Regionen Europas und der Region Moldova aktiv beizutragen.

Wirtschaft ist keine Einbahnstraße, sondern beruht auf stetigem Austausch. Unser Club möchte nicht nur erster Kontakt, Sprachrohr und Interessenvertretung im Nordosten Rumäniens für Firmen und Investoren aus den deutschsprachigen Regionen sein, sondern auch aktiv regionale Unternehmungen bei Investitionen oder beim Markteintritt in den deutschsprachigen Regionen Europas unterstützen. Deshalb ist unser Wirtschaftsclub bilateral angelegt, was bedeutet, dass nicht nur deutschsprachige Firmen und Personen sich um eine Mitgliedschaft bewerben können, sondern auch die, welche sich durch die Ziele unseres Clubs repräsentiert sehen.

Wir wollen auch besonders kleine und mittelgroße Unternehmen einladen, sich uns anzuschließen, da gerade diese auf Tuchfühlung mit den realen rumänischen Wirtschaftsbedingungen sind und sicher eine Menge Ideen beitragen können, wo noch etwas verändert oder verbessert werden kann. Der Mittelstand ist der wichtigste Leistungsträger in jeder gut funktionierenden Marktwirtschaft, der viele Arbeitsplätze schaffen kann, um möglichst viele Menschen am Arbeitsprozess zu beteiligen.

Die Verknüpfung von Netzwerken und die Pflege eines konstruktiven Dialogs mit den Vertretern der Politik, der öffentlichen Verwaltung, der Forschung und Lehre ist nicht zuletzt Aufgabe des DWCM. Das Netzwerk des DWCM umfasst dabei nicht nur auf Mitgliedsunternehmen in der Region Moldova, sondern verbindet sich auch auf die Netzwerke der Partnerclubs.

Die Mitglieder des DWCM haben dadurch Zugriff auf ein beinahe flächendeckendes Netzwerk in alle Regionen Rumäniens mit guten Kontakten zu den Entscheidern in Wirtschaft, Verwaltung und Politik vor Ort. Der DWCM organisiert Mitgliederversammlungen, in denen aktuelle Fragen aus den Bereichen Wirtschaft und Wirtschaftspolitik, Recht, Steuern und Zoll behandelt werden. Er bietet seinen Mitgliedern ein Forum, um aktuelle Nachrichten, Probleme und Missstände auszutauschen und zu diskutieren. Zu diesen Veranstaltungen werden Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und der Wirtschaft eingeladen.

Der DWCM wurde gerade zur richtigen Zeit und Ort ins Leben gerufen, einer Zeit mit großer Dynamik im wirtschaftlichen und politischen Bereich.

 Die Tatsache, dass die Region Moldau in Rumänien bisher aufgrund Ihrer dezentralen Lage eher vernachlässigt war und deshalb weniger am Strukturwandel des Landes partizipieren konnte, bietet heute eine einzigartige Stärke.In unserer Region sind die Lebenshaltungskosten sowie die Arbeitskosten geringer als in den weiterentwickelten Regionen Rumäniens.Für potentielle Investoren ist die Moldau aufgrund der immer noch hervorragenden Fördermöglichkeiten sehr attraktiv.

Gerne laden wir Sie ein, sich dem Deutschen Wirtschaftsclub Moldova anzuschließen.

Auf Grund von vielen Gesprächen und Diskussionen auf Veranstaltungen im Netzwerk der deutschen Wirtschaftsclubs und der AHK (Deutsch-Rumänische Industrie- und Handelskammer) mit interessierten deutschen Investoren haben sich folgende Schwerpunktthemen abgezeichnet:

Regenerative Energie, Energieeffizienz und Landwirtschaft

Der nach der Katastrophe von Fukushima begonnene Wandel in der Energiepolitik begünstigt die Industrie für Anlagen regenerativer Energieproduktion in einer Weise, die vor einigen Jahren nur wenige für möglich gehalten haben.

Die verstärkte Nachfrage aus diesem Bereich wird in Kürze neue Investitionen nötig machen, die neue Arbeitsplätze schaffen. Gerade in solchen Zeiten müssen sich die Regionen im Wettbewerb um Investitionen gut aufstellen und alle Kräfte und Möglichkeiten bündeln. Die Region Moldau , welchen hervorragende Voraussetzungen im Bereich Windenergie, Photovoltaik, Biomasse und Biogas hat, wird davon begünstigt.

Die Entwicklung, welche die Branche um die regenerative Energie in Deutschland machte ist nicht zuletzt das Ergebnis einer stabilen, verlässlichen und planbaren Gesetzgebung in diesem Bereich, auf die wir hier in Rumänien bisher noch warten. Die Gesetzesnovelle zur Förderung der regenerativen Energie wurde verabschiedet, und 2011 umgesetzt. Dadurch öffnet sich in Rumänien ein lukrativer Marktplatz in den Bereichen Regenerative Energie und Energieeffizienz.

Der DWCM ist seit seiner Gründung ein Motor für Netzwerk- und Clusterbildung in diesem Bereich. Das zweite Schwerpunktthema des DWCM ist die Landwirtschaft und Lebensmittelindustrie. Die rumänische Verband der Agrarunternehmer warnt dieses Jahr wieder vor steigenden Lebensmittelpreisen. Ob dies nun wirklich so kommt, werden wir sicher bald wissen.

Der Trend der steigenden Lebensmittelpreise ist jedoch seit Jahren offensichtlich und nicht von der Hand zu weisen. Dasselbe gilt auch für Energiepreise.

Rumänien importiert seit vielen Jahren erhebliche Mengen seiner Lebensmittel. Zum Teil aus Regionen mit weitaus schlechteren Bedingungen für die Landwirtschaft.

Die Entwicklung der Landwirtschaft sollte die Priorität in unserer Region haben.

Ein ausreichendes und breites Angebot landwirtschaftlicher Produkte fördert die Ansiedlung der nachfolgenden Lebensmittelindustrie.

Dies schafft Arbeitsplätze gerade hier in den Bereichen der Lebensmittelproduktion, die sehr viel qualifizierte manuelle Arbeit erfordert.

Aus vielen Gesprächen mit Investoren im Agrarbereich hören wir immer wieder von den Schwierigkeiten, landwirtschaftliche Flächen zu kaufen oder zu pachten.

Das liegt daran, dass ein großer Teil des Agrarlandes nach der Wende 1990 in unzählige Kleinstflächen zerstückelt wurde, die kaum profitabel bewirtschaftet werden können.

Viele Eigentümer dieser Parzellen sind zwischenzeitlich verstorben und die Erben konnten und können wegen der sehr hohen Gebühren, die im Erbfall anfallen, ihr Erbe nicht antreten.

Solche Flächen fallen aus der Produktion heraus, weil sie wegen der rechtlich unklaren und unsicheren Eigentumsverhältnis weder gepachtet noch gekauft werden.

Eine weitere Schwierigkeit sind die fehlenden Grundbücher in vielen Teilen der Region Moldau. Der Gesetzgeber verlangt jedoch, dass landwirtschaftliche Flächen, die verkauft werden, im Grundbuch eingetragen sind. Den Eintrag sollte der Verkäufer vor dem Verkauf erledigen. Leider sind auch in diesem Fall die entstehenden Kosten für die Vermessung oft höher als der Wert der Agrarfläche.

Trotzdem gibt es sicher gute Möglichkeiten für Investoren aus diesen Bereichen in unserer traditionell ländlich strukturierten Region.

Der DWCM kann hier als Brückenkopf und Sprungbrett für Investoren und Exporteure dienen und versuchen an der Verbesserung in den vorgenannten aktiv Bereichen mitzuarbeiten.

Durch die guten natürlichen Voraussetzungen in der Landwirtschaft hier kann durch Investoren sehr viel bewegt werden, wenn sie genügend qualifizierte selbständige Mitarbeiter finden.

Der DWCM beteiligt sich aktiv nicht nur an Schulungen, Seminaren und Konferenzen, sondern auch am Aufbau von Berufsschulen, die in Zusammenarbeit mit den Arbeitgebern im dualen Ausbildungssystem die praxisnahe Schulung von Mitarbeitern plant und organisiert. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit den anderen deutschsprachigen Wirtschaftsclubs in Rumänien.